Wie hormonelle Veränderungen, Stoffwechsel und Pflanzenkunde zusammenhängen
Die Wechseljahre markieren keinen plötzlichen Umbruch, sondern einen Übergang. Hormonelle Veränderungen beginnen häufig schon Jahre vor der letzten Menstruation – mit Auswirkungen auf Energie, Stoffwechsel, Gewicht, Haut, Schlaf und emotionale Balance.
Was dabei oft unterschätzt wird: Die Leber spielt in dieser Phase eine zentrale Rolle. Nicht als einzelnes Organ, sondern als Schaltzentrale für Hormonverarbeitung und Stoffwechselanpassung.
Die Leber als Hormon-Manager
Östrogen, Progesteron und auch Stresshormone wie Cortisol werden nicht nur in Drüsen gebildet – sie müssen im Körper auch verstoffwechselt und abgebaut werden. Genau hier kommt die Leber ins Spiel.
In den Wechseljahren schwankt der Hormonspiegel stärker. Studien zeigen, dass Veränderungen im Östrogenstoffwechsel eng mit Leberenzymaktivität und Stoffwechselprozessen verknüpft sind (Rachdaoui & Sarkar, 2017).
Wenn hormonelle Umstellungen auf zusätzliche Belastungen treffen – etwa Stress, Schlafmangel oder ungünstige Ernährung – kann sich das subjektiv bemerkbar machen:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Gewichtszunahme, besonders im Bauchbereich
- Stimmungsschwankungen
- veränderte Alkoholverträglichkeit
Diese Veränderungen sind keine Krankheit, sondern Ausdruck komplexer Anpassungsprozesse.
Stoffwechselveränderungen in der Peri- und Postmenopause
Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich der Energiestoffwechsel. Die Leber ist dabei an mehreren Prozessen beteiligt:
- Regulation des Blutzuckerspiegels
- Fettstoffwechsel und Cholesterinbalance
- Umwandlung und Ausscheidung hormoneller Metaboliten
Wissenschaftliche Arbeiten beschreiben, dass Frauen in und nach den Wechseljahren ein erhöhtes Risiko für Veränderungen im Fettstoffwechsel aufweisen – auch unabhängig vom Körpergewicht (Carr, 2003).
Eine bewusste Unterstützung des Stoffwechsels wird daher in dieser Lebensphase besonders relevant.
Lebensstil und Ernährung: sanfte Stellschrauben
Die gute Nachricht: Viele Faktoren, die den Leberstoffwechsel begleiten, lassen sich im Alltag beeinflussen.
Bewährt haben sich unter anderem:
- ballaststoffreiche, pflanzenbetonte Ernährung
- Bitterstoffe aus Gemüse und Kräutern
- ausreichende Proteinzufuhr
- regelmäßige Bewegung
- bewusster Umgang mit Alkohol
- Auch sekundäre Pflanzenstoffe und Polyphenole stehen im Fokus der Forschung, da sie an antioxidativen Prozessen beteiligt sind, die für die Leber relevant sein können (Scapagnini et al., 2011).
Hilfe aus der Pflanzenkunde in den Wechseljahren
Traditionelle Pflanzenkunde und moderne Forschung treffen sich besonders dort, wo es um Anpassung und Balance geht.
Mariendistel (Silybum marianum)
Der Pflanzenstoff Silymarin wurde in zahlreichen Studien im Zusammenhang mit Leberstoffwechsel und oxidativem Stress untersucht (Abenavoli et al., 2018).
Artischocke (Cynara cardunculus)
Artischockenblätter enthalten Bitterstoffe und Polyphenole, die in Studien u. a. im Kontext von Fettstoffwechsel und Leberenzymen betrachtet wurden (Panahi et al., 2018).
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Eine klassische Pflanze der europäischen Volkskunde, reich an sekundären Pflanzenstoffen (González-Castejón et al., 2012).
Polyphenolreiche Pflanzen wie Immortelle und Gewürznelke
In der Forschung werden ihre antioxidativen Eigenschaften untersucht, die auch für zelluläre Schutzmechanismen relevant sind (Antunes Viegas et al., 2014; Cortés-Rojas et al., 2014).
Bewusste Leber-Routinen in den Wechseljahren
Viele Frauen berichten, dass ihnen in den Wechseljahren Konstanz statt Extreme guttut.
Neben Ernährung und Bewegung setzen manche bewusst auf pflanzliche Routinen, die traditionelles Wissen mit moderner Forschung verbinden.
Kompositionen wie The Purist kombinieren klassische Leberpflanzen der europäischen Pflanzenkunde mit polyphenolreichen Pflanzenextrakten – als sanfte, tägliche Begleitung im hormonellen Wandel.
Wichtig: Pflanzliche Produkte ersetzen keine medizinische Abklärung, können aber Teil eines ganzheitlichen Lebensstils sein.
-
The Purist
Bio-Kräuter-Komplex mit Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn für die Begleitung deiner gesunden Leber-Routine im Alltag34,90 €894,87 € / kg
Fazit: Balance statt Kontrolle
Die Wechseljahre sind eine Zeit der Anpassung. Die Leber spielt dabei eine stille, aber zentrale Rolle – im Hormonstoffwechsel, im Energiehaushalt und in der inneren Balance.
Ein bewusster Lebensstil, kombiniert mit traditionell geschätzten Pflanzen, kann helfen, diese Übergangsphase mit mehr Klarheit und Stabilität zu begleiten.
- Dong, Jiawen et al. “The Impact of Estrogen Deficiency on Liver Metabolism: Implications for Hormone Replacement Therapy.” Endocrine reviews vol. 46,6 (2025): 790-809. doi:10.1210/endrev/bnaf018
- Carr, Molly C. “The emergence of the metabolic syndrome with menopause.” The Journal of clinical endocrinology and metabolism vol. 88,6 (2003): 2404-11. doi:10.1210/jc.2003-030242
- Saberi, Zohreh et al. “Evaluation of the effect of Silybum marianum extract on menopausal symptoms: A randomized, double-blind placebo-controlled trial.” Phytotherapy research : PTR vol. 34,12 (2020): 3359-3366. doi:10.1002/ptr.6789
- Panahi, Yunes et al. “Efficacy of artichoke leaf extract in non-alcoholic fatty liver disease: A pilot double-blind randomized controlled trial.” Phytotherapy research : PTR vol. 32,7 (2018): 1382-1387. doi:10.1002/ptr.6073
- González-Castejón, Marta et al. “Diverse biological activities of dandelion.” Nutrition reviews vol. 70,9 (2012): 534-47. doi:10.1111/j.1753-4887.2012.00509.
- Antunes Viegas, Daniel et al. “Helichrysum italicum: from traditional use to scientific data.” Journal of ethnopharmacology vol. 151,1 (2014): 54-65. doi:10.1016/j.jep.2013.11.005
- Niazi, Abbass Ali et al. “Eugenol Administration Improves Liver Damage Induced by a Fructose-Rich Diet.” Advanced biomedical research vol. 10 42. 26 Nov. 2021, doi:10.4103/abr.abr_237_20




